|
6 Wochen nach Wilma - Wilma auf Cozumel - Rotes Meer 2005 - Ägypten - Ari-Atoll - Burgers Zoo - Coral Garden - Druckkammer - Frauentauchen - Greifswald - Hemmoor - De Groene Heuvels - Irland - Kuba - Malediven - Reuss-Schwimmen - Rhein-Schwimmen - Rosas - Scherztauchen - Tenderingssee - Walchensee
Cozumel, den 10.12.2005 Hurrikan Wilma
Bericht aus und über Cozumel 6 Wochen nach dem Sturm Von Volker Pohl, AQUAMARINAS Divecenter, Cozumel
Hallo Leute, Cozumel ist wieder da und wie viele Leute meinen: besser und schöner als zuvor!! Immerhin ist alles neu und beim Wiederaufbau hat man sich tatsächlich einige Verbesserungen überlegt. Die Stadt ist wieder komplett aufgebaut und wer Cozumel schon vorher kannte ist angenehm überrascht!!
Wie sehen die Riffe aus? Nun, Yucab, Tormentos, Paraiso, Chankanaab und das Wrack sind vorerst für den Tauchbetrieb gesperrt – mit Recht. Diese Riffe haben unter dem Sturm am meißten gelitten und ich habe diese Riffe in Funktion als Biologe mit den Leuten vom Nationalpark kurz nach dem Sturm begutachtet und meine auch, daß man diesen Flachwasser-Riffen eine Erholungspause gönnen sollte.
Kommen wir jedoch zu den südlicher gelegenen Riffen, so sind diese meiner Meinung nach und derer vieler anderer, die, die Riffe auch kennen, interessanter geworden. Durch den Sturm ist der Sand an der Basis der Riffe abtransportiert und umgelagert worden; zumeist zu den Stränden, wodurch die im Süden jetzt größer, breiter und somit schöner geworden sind. An den Riffen selbst gibt es im flacheren Bereichen einige Schwämme und Gorgonien nicht mehr. Aber es haben sich neue Tunnel und Swimmthroughs eröffnet. Das schon vorher imposante Palancar Riff, das Colombia Riff und auch Punta Sur , die ja schon vorher zu den weltbesten Highlights gehörten, bieten den Tauchern nun zusätzlich eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Riffe zu erkunden.
Mit all den neu geöffneten Höhlen und Tunneln haben sich auch neue Lebensräume für Tiere eröffnet. Erstaunlich finde ich aber wieder einmal, daß sich vor allem viele Großfische eingefunden haben, eine Beobachtung, die ich schon nach Emily gemacht hatte. Erstmalig habe ich jetzt Weißspitzenhaie vor Cozumel gesehen. Angeblich wurden auch Mantarochen bei Las Palmas gesichtet. Es ist jetzt zwar auch die Zeit der Großfische (das Wasser ist kälter) doch bei fast jedem Tauchgang trifft man auf Adlerrochen oder Ammenhaie.
Cozumel ist immernoch ein Tauchziel erster Wahl!!
Ich hoffe, daß sich diese positiven Informationen in Europa genauso schnell verbreiten wie die schrecklichen Nachrichten über die Zerstörung durch den Hurrikan Wilma.
Volker
Cozumel, den 31.11.2005
Hurrikan Wilma
Bericht aus Cozumel über den Zeitraum 20.11. bis 31.11.2005
Von Volker Pohl, AQUAMARINAS Divecenter, Cozumel
Hallo Leute,dieses Jahr waren wir auf Cozumel wirklich reichlich mit Wind „gesegnet“. Hoffentlich war der letzte und stärkste Hurrikan Wilma vorläufig der letzte hier und hoffentlich werden die Buchstaben des griechischen Alphabets nicht allzu schnell verbraucht sein. Wilma hatte sich ja sehr kurzfristig angemeldet und in kürzester Zeit nahe Cozumel vom Tropischen Sturm zu einem der stärksten Hurrikane bisher entwickelt.
Der Unterschied zu Emily war auch in meinem sturmsicheren Haus (wie ich jetzt weiß) zu spüren. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag erreichte uns Wilma mit voller Kraft und ich wurde durch die Vibrationen der Mauern meines Hauses geweckt und bezweifelte die Sturmsicherheit meiner Unterkunft. Der durch den Wind verursachte Lärm war unbeschreiblich. Ein großes Problem war, daß sich Wilma, als einer der stärksten Hurrikane bisher, sehr langsam fortbewegte und somit sehr viel Zeit über Cozumel verbrachte. So dauerte es bis Samstagmittag, daß uns das Auge, das Zentrum des Wirbelsturms, erreichte. Dies war mein erster (und hoffentlich einziger) Sparziergang in einem Auge eines Hurrikans. Die Schäden waren noch nicht zu überblicken, da ich mich auch nicht zu weit von meiner „Festung“entfernen wollte. Andere haben es wohl gewagt und sich zum Plündern der Schmuckläden an der Uferstraße aufgemacht. Einige wurden festgenommen (angeblich auch ein Deutscher), einige wurden vom wieder einsetzenden Sturm überracht und haben es nicht überlebt.
Wilma Teil 2 war heftiger als zuvor. Ohne Licht und Wasser warteten wir bang das Ende des tosenden Sturms in unseren Behausungen ab. Ein Freund und ich wagten uns danach in die Stadt und das Bild, welches sich uns darbot was entsetzlich: alle Geschäfte an der Uferstrasse waren durch die anstürmenden Wellen total zerstört worden.Teile der Strandmauern waren weggerissen, Häuserfronten eingestürzt und wir fanden Teile der Uferpromenade sowie tote Seetiere, Seetang, vom Meer transportierte, abgestorbene Bäume und viel Müll im Stadtzentrum. Überall in ganz Cozumel lagen Strom- und Telefonkabel auf der Strasse. Sämtliche Masten waren gebrochen und Teile der Uferstrasse weggespült und Autos unter Mauerwerk oder Bäumen begraben worden. Die Vegetation hat sehr gelitten: viele Bäume waren umgestürzt und ich habe nicht ein Blatt an irgendeinem Baum mehr gesehen. Der anhaltende Regen ließ das Wasser in den Strassen steigen und das Wasser stand in vielen Häusern hüfttief.
Ich will nicht zu sehr in Details gehen; hier ein grober Schadensreport:
45% aller Boote sind gesunken, die Häfen sehen nicht gut aus, 1 Pier für die Kreuzfahrtschiffe ist verschwunden, bei den beiden anderen sind Teile herausgebrochen, das Pier von Aquasafari ist zerstört worden und dem Aldora-Pier sowie dem Pier der Fähre fehlen Teile, das Pier für die Autofähren sowie 2 dieser Fähren, alle Geschäfte an der Uferpromenade (angeblich bis 15 m hohen Wellen sollen bis zur Avenida 5 gekommen sein), 60% der Bäume sind zerstört worden, 75% aller Telefon- und Strommasten lagen flach, große Teile der Uferstrasse fehlen, 80% aller Häuser sind unterschiedlich stark beschädigt worden, ebenso Supermärkte. Die Hotels im Süden scheinen nicht soviel abbekommen zu haben, die im Norden dafür um so mehr. Der Leuchtturm „Caletita“ ist stark beschädigt und Rock n Java sowie die1,5 Tequila Bar gibt es nicht mehr. Vom Delphinarium Atlantis steht nur noch die Frontfassade. Viele Leute haben ihre Häuser und Geschäfte verloren und einige haben die Insel verlassen. Nach dem Sturm gab es weder Strom noch Wasser.
Letzteres war ein großes Problem: ohne Strom laufen die Pumpen nicht, ohne Pumpen gibt es kein Wasser und ohne Wasser läßt sich schlecht leben. Auch die Lebensmittelversorgung war schwierig. Geschäfte und Supermärkte waren geschlossen oder ausverkauft und für eine Stange Brot bildeten sich 100 m lange Schlangen vor den Bäckereien, die noch was zu verkaufen hatten.
Nun aber auch was Positives:
Die Aufräum- und Reparaturarbeiten gingen mit großer Geschwindigkeit voran. Kurz nach dem Sturm erschienen Helikopter der Armee, Marine und auch einige private. Nach einigen Tagen landeten von der Regierung entsandte Herkules-Transporter und brachten Lebensmitteln und andere wichtige Materialien auf die Insel. Letzten Donnerstag erreichte ein Kreuzer der Royal Caribbean mit Lebensmitteln, Aufbaumaterialien und Medikamenten die Insel. Der Präsident erschien zur Beurteilung der Lage am gleichen Tag auf Cozumel. Die örtliche Regierung machte ihre Arbeit gut und verstand es die Moral aufrecht zu erhalten und die Reinigungsbrigaden bestmöglich zu organisieren. Das CFE (Comision Federal de Electricidad) entsendete 1000 Arbeiter um die Energieversorgung schnellstmöglich wieder zu gewährleisten. Cozumel soll laut Bürgermeister ab dem 14en November wieder Kreuzfahrtschiffe empfangen können. Die Regierung Mexikos (Fox) stellt eine Menge Geld zur Verfügung, um Cozumel wieder auf die Beine zu bringen (die nächsten Wahlen kommen). Es wurde Tag und Nacht gearbeitet und alle zogen an einem Strang um Häuser zu reparieren, gesunkene Boote zu heben, die Geschäftsfronten zu reparieren, die Strassen zu reinigen. Nachts ab 19:00 Uhr war und ist noch Ausgangssperre, damit die eingesetzten Arbeiter und das Militär effektiver arbeiten können, doch leider auch um Plünderungen, die anfangs stattfanden, zu verhindern.
Durch diesen massiven Arbeitseinsatz, der guten Organisation und der Hilfe von außen gab es nach etwas mehr als einer Woche bei vielen Familien wieder Strom und Wasser. Die Telefonleitungen funktionieren größtenteils wieder und die Strassen sind frei und gereinigt und wieder befahrbar. Viele Geschäfte und einige Supermärkte haben schon wieder geöffnet; viele Restaurants konnten den Betrieb wieder aufnehmen und an den Grillständen kann man sich wieder mit Tacos und knusprig gebratenen Hähnchen versorgen. Natürlich sind die von Wilma verursachten Schäden noch deutlich zu sehen, doch es ist erstaunlich wie schnell die Reparaturarbeiten vorangingen und so langsam findet sich hier wieder der normale, gewohnte Lebensablauf ein. Während ich den Bericht schreibe, läuft meine Stereoanlage im Hintergrund und das Leben nimmt wieder seine gewohnten Formen an.
Bitter allerdings ist der Verlust durch die ausbleibenden Touristen. Deutsche Fluggesellschaften fliegen Cancun erst nach dem 12. November wieder an und daher sind viele Buchungen storniert worden. Ein großer Verlust, nicht nur allein für mich. Dabei wären die durch den Tourismus bedingsten Einnahmen gerade jetzt sehr wichtig, um der Insel wieder auf die Beine zu helfen.
Mit dem Tourismus kommen wir zum Tauchen. Wie sind die Bedingungen jetzt? Viele Tauchcenter haben ihr Boot verloren und es wird noch lange dauern, bis diese wieder ausfahren können. Einige haben aber den Betrieb schon wieder aufgenommen, anderen (wie mir) mangelt es aufgrund der Stornierungen an Gästen.
Die Riffe dieses zweitgrößten Barriereriff der Welt vor Cozumel haben auch deutliche Schäden erlitten, vor allem im flachen Bereich. Viele Korallen sind beschädigt und am meisten hat es wohl Yucab und den flachen Bereich von Santa Rosa getroffen. Über das Riff Paraiso habe ich keine Infos aber denke, daß dieses mit einer maximalen Tiefe von nur 13 m große Schäden erlitten hat, zumal der Sturm in diesem Bereich sehr heftig war. Das an Yucab anschließende Riff Tormentos ist o.k. und auch beim gewaltigen Palancarriff, bei Colombia und Punta Sur halten sich die Schäden in Grenzen. Bei diesen sind tatsächlich noch die großen karibischen Schwämme ohne große Schäden davongekommen. Das Wrack C-53 Felipe Xicoténantl, der 56 m lange Minensucher, liegt nicht mehr an der gewohnten Stelle. Es ist durch denSturm in die Nähe des Chankanaab Riffs transportiert worden und in der Mitte durchgebrochen.
Wie durch Emily sind die Riffe grundsätzlich auch durch Wilma verändert worden. Auch diesmal ist viel Sand transportiert und umgelagert worden, sodaß sich die Tiefen an vielen Stellen geändert haben, jedoch nun viel ausgeprägter als beim vorherigen Sturm. Die weiße, abgestorbene Basis vieler Korallen ist an einigen Stellen bis auf 2 m zusätzlicher Tiefe freigelegt worden. Neue Kanäle und Tunnel haben sich geöffnet, die vielen Tieren neue Unterschlüpfe und Zuflucht bieten. Viele Tunnel sind nun größer und leichter betauchbar. Wie nach dem letzten Sturm haben sich auch diesmal eigenartigerweise viele Jungfische eingefunden und in deren Gefolge viele Großfische. Bei einem Tauchgang sind bei Palancar gardens 20 Adlerrochen gesichtet worden. Ein Phänomen, das mir auch von Thailand nach dem Tsunami berichtet wurde. Auf der einen Seite wurde viel zerstört, andererseits ist Raum für andere Lebewesen geschaffen worden. Mich würde interessieren, ob es dazu Untersuchungen gibt. Einige Wochen nach Emily fanden sich große Gruppen Schwarzspitzenhaie bei Palancar und Dalila ein und sogar Mantarochen wurden vor Cozumel gesichtet. Mal sehen, was dieser Sturm nach sich zieht – ich bin gespannt.
Volker
so oder so ähnlich könnte das Resultat einer mehr oder weniger gelungenen Südtour lauten! Aber alles der Reihe nach:
Da war ich nun am 14. Juli 2005, pünktlich 2 Stunden vor Abflug um 9.45 Uhr am Flughafen Düsseldorf eingetroffen, ohne dabei finanziellen Kollateralschaden bei der neu installierten Blitzanlage auf der A 44 erlitten zu haben: So kanns weitergehen! Nachdem ich meine Alukiste mit dem Tauchgepäck auf dem Trolley untergebracht habe, renne ich durch vielfältige flüchtige Duftwolken von Sonnenöl- und Parfümresten zu meinem Schalter, vor dem eine Schlange von reiselustigen Mitmenschen sich gerade von einem Handybrüller in 15 m Entfernung unterhalten lässt. Wozu eigentlich gibt es noch Industriespionage unter Verwendung aufwändiger technischer Apparaturen? Die Interessierten müssten sich nur in Flughafencafes hinsetzen, und sie bekommen alles über Änderungen der Geschäftsstrategie von Konkurrenzbetrieben inclusive der Wutanfälle mit Fäkalausdrücken von Chefs an die Sekretärin gratis und franko zu hören.
Nachdem ich dann längere Zeit gebraucht habe, um mich zur Empfangsdame am Check-In Schalter durchzukämpfen, ist erst mal die Rolle mit den Scanner-Kofferaufklebern alle – dann folgt erbitterter Widerstand des Druckers, sich mit der eingelegten papiernen Frischware anzufreunden. Zum Schluss hängt der Aufkleber genauso schlapp an dem Kistengriff wie die Eincheckdame am Schalter. „ Eine Kiste haben Sie nur? Und wo ist Ihr Gepäck?“ Die Dame konnte einfach nicht verstehen, dass man nur Tauchausrüstung, etwas Sanitärzeug sowie einige Ersatzhosen sowie eine Badehose in einer Kiste unterbringen kann. Misstrauische Blicke und Kommentare folgen meiner Kiste „Wen haben Sie denn darin?“ mit zum Sperrgepäckschalter. Mein Puls geht höher: hoffentlich sehen die die Taucherlampe nicht und den Signalgeber und den UW-Blitz und und und… Aber kein Problem, die Leute sind müde, froh, das die Kiste nicht zu schwer ist und da ich keine Kalaschnikoff in der Kiste habe, geht alles anstandslos durch.
Zunächst gibt’s das übliche Gedränge im Bus zum Flugzeug, aber noch ist alles entspannt, da die Reisevorfreude aufkommenden Ich-will-der-erste-an-Bord-sein-Streß noch kompensiert. Im Flugzeug dann die üblichen Dialoge vor einem Abflug: Gemosere: „Könnse ma zugehn? Is doch alles frei“ – „Ich bin nich zu, ich seh höchstens zu, datt ich hier mich hinsetz un vorher kommt meine Tasche noch ins Gepäckfach, wa?!“ „Hamse die Tasche bald drin? Richtig, sorum, dann pastet auch.“ –„ Wohl Ingenieur der Herr, wa?!“ Bevor die Situation außer Kontrolle gerät, kommt doch mit der Stewardess und den von ihr sofort verteilten Zeitungen etwas mehr Ruhe auf.
Der Flug ist wie das Essen und die Ankunft ohne besondere Vorkommnisse, der Hitzeschlag in Marsa Alam verdaut und wiederum der Kälteschock im Transferbus ebenfalls: ENDLICH: DAS BOOT! Im Hafen wartet ein durchaus ansehnlicher Kahn für 20 Mann. 30 m lang, sauber gestrichen und auch in gutem Zustand. Schlafkabinen unten, erster Eindruck: Ordentlich, dabei blieb es auch die gesamte Zeit meiner Fahrt. Nachdem ich mich häuslich eingerichtet hatte, kam mein Anti-Seekrankheitsmittel Tabacum rein vorsorglich zum Einsatz- sehr empfehlenswert, keine Seekrankheit während der gesamten Fahrt, auch keine Magenprobleme wie sonst üblich. Ein Spaziergang übers Deck und Bekanntschaft mit meinem Zimmergenossen mit anschließendem gehaltvollem Getränkegenuss schlossen den Abend ab: So konnte es weiter gehen!
Nach einer unfreiwillig langen nächtlichen Wartezeit bis zum Mittag des nächsten Tages zur Freigabe der Tauchfahrt konnte der erste Versuch gestartet werden, mich der Unterwasserfauna zu zeigen. In einem natürlichen Hafen etwa eine halbe Stunde von Marsa Sharif entfernt kam der Checktauchgang zum Versuch, Sicht miserabel wegen zuviel Sediment, aber Fische bunt, Wasser blau und Sonne hell. Blaupunktrochen, Schnapper, Rotfeuerfische en masse: mehr ist nicht nötig um einen Taucher glücklich zu sehen! Meine Fotographierwut hielt sich wegen der schlechten Sicht in Grenzen, aber ich war von der Farbenpracht beeindruckt. Weich- und Hartkorallen mit bizarren Formationen sowie unglaubliches Fischvorkommen sind ein wahres Wunder der Natur. Ärgerlich war nur die von manchen Kollegen an den Tag gelegten Verhaltensweisen, sich für gute Fotos ganz in die Korallen zu legen…
Dann, nach nächtlicher Fahrt: erstes Ziel auf hoher See: Daedalus Reef, 5.30 Uhr Wecken, total schlaftrunken raus aufs Deck, rein in die klammen Gummiklamotten, runter ins Zodiac mit den Gedanken Verdammt, von Kampftauchen stand doch gar nichts im Prospekt! Nach 30 min. Ritt bei drei Meter Wellengang konnten wir uns endlich rückwärts in die in die Fluten werfen, und dann hinter unserem eifrig auf Tiefe gehenden Diveguide herhecheln: auf 40 m endlich: Hammerhaie! Einzelne Tiere lösten sich aus dem Schwarm im tiefblauen Freiwasser und kamen interessiert auf mich zu. Wirkliche Urviecher, unheimlich allemal- ich wusste gar nicht, dass mein Puls so schnell werden kann. Das Blitzen meine Fotoapparates jedoch verscheuchte die Tiere dann, sie drehten ab und verschwanden im Blauen. Ein Eindruck von direkter Natur, den ich nicht vergessen werde. Auf dem Rückweg zum Boot dann ein paar Thunas und eindrucksvolle Barrakudas, bis uns dann das Zodiac oben wieder auflas. Bleigurt ins Boot, dann Jacket aufblasen und ausziehen, alles ins Boot werfen und dann selbst sich hinterher hineinmühen: Das Frühstück nach so einer Fahrt ist wirklich verdient!
Beim Frühstück war die Freude durchaus zweigeteilt: diejenigen, die als zweite Gruppe hinter uns hergetaucht war, bekam keine Haie und Großfische mehr zu Gesicht und waren entsprechend enttäuscht. Hier machte sich auch zum ersten Mal die große Anzahl an Booten, die später auch an allen Riffen vorhanden war, bemerkbar. Nur die erste Tauchgruppe morgens hatte Chance auf Sichtung von Großfisch, alle Nachzügler gingen leer aus. Dies sorgte für Verstimmung bei einigen Freunden, die sich in dieser Hinsicht mehr erhofft hatten.
Entschädigt wurden aber alle durch grandiose Strömungstauchgänge, insbesondere am Daedalus Reef schoß man nur so am Steilhang vorbei und musste extreme Kraft gegen die Strömung aufwenden, nur um an einer Stelle für Fotos nur stillhalten zu können. Auch die Nachttauchgänge waren lehrreich: leihe nie Lampen vom Boot… Ich war mit meiner Funzel oftmals noch der Einzige mit Licht, da die geliehenen Lampen nach 20-25 Minuten leer waren. Entsprechend kurz waren dann die Tauchgänge. Die Sichtung von Krokodilsfischen, Napoleons von 2m Länge schlafend in Höhlen und Stierkopfpapageifische zusammen mit schlafenden Schildkröten bleiben aber immer ein eindrucksvolles Erlebnis solcher Exkursionen. Auch wenn die Überwindung anfangs nicht leicht ist, ins Schwarze zu springen, entschädigt jeden Taucher doch der Eindruck von aktiven Korallen und der nächtlichen Geräuschkulisse der nachtaktiven Riffbewohner mit Knacken, Knistern und Kratzen sowie dumpfen, heiseren Rufen. Schwierigkeiten hatte ich nur manchmal, unser Boot wiederzufinden, da häufiger Boote in der Nacht hinzukamen und die Schiffe unter Wasser durchaus ähnlich sind… Entsprechend gestaltete sich der nächtlicher Shuttleverkehr von Tauchern auf der Suche nach dem Heimatboot durchaus aktiv!
Bemerkenswert bleibt an dieser Reise neben den vielfältigen Eindrücken, die das Rote Meer bietet, noch unser letztes Riff: Elphinstone! Ein Name, ein Riff, ein Mythos: Die Wirklichkeit war leider real existierende Tristesse. 13 Boote mit insgesamt etwa 240-260 Tauchern im Wasser ließen in flacheren Wasserschichten alles rennen retten flüchten, was sich in der Tierwelt nur bewegen kann: Die Blasenvorhänge an der Riffkante erinnerten an Buckelwale beim Mittagessen, die ihren Krill einfingen. Haie daher weg, nur auf 47 m stand unerschütterlich ein Schwarm großer Barrakudas, der sich offenbar durch Masse Respekt verschaffte und nicht zu nah betaucht wurde. Sonst hat Elphinstone nicht viel zu bieten.
Interessant war dann der Taucherjahrmarkt an der Wasseroberfläche, jeder suchte sein Boot und hielt Flosse oder Boje hoch. So viele Taucher auf einmal habe ich noch nie gesehen, ein Wunder, dass niemand verloren ging. Aufzupassen war immer auf die rasanten Zodiacs aller beteiligten Hausboote, die zwischen den Gruppen hin und her preschten.
Fazit: Immer wieder so eine Reise, leider sind auch auf der Südtour die Riffe übertaucht und manche Plätze einfach nicht mehr ruhig zu genießen.
Jan Bruckermann
Ägypten
Es ist Oktober 1997 und nach der Buchung freuten wir uns schon einmal ausgiebig auf unseren Urlaub im Januar in Ägypten, doch dann geschah das Unglück - der Tag der Tage - und 63 Menschen wurden in Ägypten erschossen.
Thomas und ich machten uns Gedanken, wollen wir überhaupt noch dorthin? Meine Schwiegermutter befand sich in Lauerstellung, da sie eigentlich auch mitreisen wollte und ebenfalls gebucht hatte; sie stornierte ihre Reise. Auch mit vielen guten Freunden und Freundinnen gab es heftige Diskussionen, doch nach ergebnisloser Suche für eine Alternative haben wir dann beschlossen: Wir fahren nach Ägypten, Sinai, Dahab. Dort waren wir auch schon letztes Jahr und als Anfängerin hatte ich damals noch nicht die Ruhe, diese Tier- und Korallenvielfalt in Ruhe zu betrachten.
Das sollte dieses Jahr anders werden. Unser Hotel, das Laguna Hotel in Dahab war nicht so gut besucht wie letztes Jahr und dementsprechend ruhiger ging es auch in der deutschen Tauchschule zu. Dort hatte der Chef gewechselt, aber ein paar vertraute Gesichter sah man dann doch. So stürzten wir uns dann in die Tiefe.
Edelgarden: ein Platz wo man ganz beschaulich Allwürmer im weißen Sand betrachten kann. Der Canyon mit seinen Glasfischen, die wie eine silberne Wand den Aus- oder Eingang versperren. Dann das bekannt - berüchtigte Blue Hole. Aber auch unser "Hausriff" war wieder eine wahre Freude. Herr Napoleon oder Herr Drachenkopf oder die vielen kleinen lustigen Kugelfische, alle sind sie direkt vor der Hoteltür zu beobachten.
Und dann kam das Highlight: auf private Initiative hin wurde ein Bus gechartert und ab ging die 2-stündige Fahrt nach Sharm El Sheik. Wir wollten uns das Riff Ras Mohammed mal anschauen. Genau wie in vielen Zeitschriften darüber berichtet wird, so ist es auch für jemanden, der bisher die Kinderstube des Roten Meeres gesehen hat. Alles etwas größer und tiefer. Alle Fische, die wir gesehen haben aufzuzählen, würde die Seiten sprengen, aber die richtig große Muräne und der faule Wüstenfuchs sind doch erwähnenswert. Die eine ließ ihren großen Kopf herausschauen und störte sich nicht an den Tauchern und der andere wartete darauf, dass der eine oder andere Speiserest für ihn übrig blieb. So fuhren wir dann nach 2 wunderbaren Tauchgängen in den Sonnenuntergang zurück. Mit einem neuen Gefühl im Bauch, dass tiefes Wasser sehr, sehr blau und unwahrscheinlich faszinierend ist.
Zurück in Dahab leerte sich das Hotel. Zum Schluss waren nur noch ca. 8 Personen im Hotel. Wir saßen an einem Tisch und hatten auch noch das Glück, dass Maria Geburtstag hatte. Ihre Jungs besorgten im Hotel eine Torte und wir konnten mit Heinnecken aufwarten. Mit Hilfe des Hotelpersonals, die uns in die original ägyptische Küche einweihten und ein paar Tänzen zur Ehren des Geburtstagskindes klang der Tag lustig aus.
Ja und dann waren die 2 Wochen Urlaub auch schon wieder vorbei. Nur etwas mehr Polizei als früher sahen wir, aber wir fühlten uns die gesamte Zeit über sehr sicher und genossen die ruhigen Tage in Ägypten.
Thomas & Karin

Ari-Atoll
Reisebericht Malediven Ari-Atoll, April 1999
Eigentlich wollte ich diesen Urlaub ja auf dem australischen Kontinent verbringen und mir einen Tauchertraum erfüllen: „Ich will Walhaie sehen“. Doch wie immer, wenn man sich etwas wünscht - es sollte nicht sein. Anfang März hat ein Typhoon mit bis zu 300 km/h den Westteil des Kontinentes in Schutt und Asche gelegt. Der Westteil Australiens gilt als Ausgangspunkt für Tauchfahrten zu dem beeindruckendsten aller Haie, dem Walhai. So ist mir dann ein Last-Minute-Angebot zu den Malediven untergekommen - und im nachhinein war es das Beste was mir je passieren konnte. Am Samstag, den 10.04.1999 war es endlich soweit; mit dem LTU-Flug 730 ging es ab Düsseldorf nach Hulule, der Hauptinsel der Malediven. Von dort aus gibt es verschiedene Möglichkeiten des weiteren Transfers: sollte es nicht anders gebucht sein wird man normalerweise mit einem Speedboot zur Insel Dhidufinolhu (Ari Beach) in einer Fahrzeit von 3,5-4 Stunden befördert, so sollte es eigentlich auch bei mir sein. Da wir nur wenige Gäste mit diesem Reiseziel waren, ist der Reiseveranstalter auf die andere Möglichkeit umgeschwenkt und hat uns mit einem Wasserflugzeug zur Insel gebracht. Für mich als Taucher war das mit einem finanziellen Mehraufwand von 24,-US $ verbunden, für die mitgeführte Tauchausrüstung. Die ortsansässigen Fluggesellschaften sind nicht an die Sondervereinbarung mit den deutschen Fluggesellschaften gebunden. Es besteht auch die Möglichkeit, dass das Tauchgepäck nachgeschickt wird. Im Nachhinein bin ich über die neue Transportmöglichkeit aber glücklich gewesen, denn durch den recht früh einsetzenden Monsun brauchten andere Miturlauber aus München ca.4,5 Stunden mit dem Speedboot und kamen völlig fertig auf der Insel an, die Seekrankheit hatte Ihren Tribut gezollt. Der Transfer mit Hubschraubern wird aufgrund der vergangen Unglücksserien nicht mehr durchgeführt.
Im Hotel angekommen, wurden wir mit einem kühlen Drink begrüßt und bekamen unseren Bungalow zugewiesen. Am nächsten Tag habe ich mich direkt nach dem reichhaltigen Frühstück in der Tauchbasis der „Euro-Divers“ gemeldet und man bot mir die Möglichkeit an den ersten Tauchgang noch am gleichen Tag durchzuführen. Nach einem recht ausführlichen Checktauchgang in der Bucht der Insel stand dem Tauchurlaub nichts mehr im Wege. Der Tauchbasis stehen ca. 25 Tauchspots zur Verfügung, die entsprechend der Teilnehmerzahl und den Wetterverhältnissen durch den begleitenden Tauchlehrer ausgesucht werden. Das Briefing wurde zumeist in englischer Sprache, je nach Teilnehmer auch mal in Deutsch oder einer anderen Sprache durchgeführt. Der erste Tauchgang sollte sich zu einem bleibenden Erlebnis für mich entwickeln. Nach einer Bootsfahrt (auf den Malediven werden Dhonis genutzt) von ca. 35 Minuten und der Zuweisung eines Tauchpartners ging es endlich los. Zum Ende des Tauchgangs ist das passiert, was ich in meinen kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt hatte: in einer Tiefe von 10 m gab der begleitende Tauchlehrer Klopfzeichen und zeigte in das Blau des Wassers - und da war er - ein Walhai. Mir blieb buchstäblich die Luft weg. Hier muss ich hinzufügen, dass das mein 21. Tauchgang war und ich den Ausbildungsstand von Bronze habe. Nachdem ich mich gefangen hatte, ging mir einiges durch den Kopf: „Stimmt es was ich gelesen habe? Greifen diese doch mächtigen Tiere keine Menschen an? Fressen Sie wirklich nur Plankton, und das bei diesem Maul?“
Aber es kam noch besser, bei der Überprüfung des Abstandes zu meinem Tauchpartner stellten wir einen weiteren Walhai fest. Diese Haie waren so neugierig, dass sie sich ca. 10 Minuten in unserer Gesellschaft aufhielten. „Was soll in diesem Urlaub noch alles passieren, wenn so etwas in deinem ersten Tauchgang vorkommt?“, war mein erster Gedanke nach dem Auftauchen. Im Gegensatz zu den Tauchgängen in Australien werden diese Begegnungen auf den Malediven nicht gesondert in Rechnung gestellt, allerdings werden sie auch nicht gezielt angeboten. Man muss Glück haben, das war auch die Aussage von dem Tauchlehrer der uns begleitet hat. Von den 19 Tauchgängen, die ich diesen Urlaub genießen konnte, hatte ich 8 Kontakte mit diesen doch beeindruckenden Tieren - die nicht mitgezählt, die wir vom Dhoni aus gesichtet hatten. Fairerweise muss ich sagen, dass ich nach dieser Begegnung keinen Blick mehr für die doch traumhafte Unterwasserlandschaft übrig hatte. Es sollten aber auch Tauchgänge folgen, in denen mir dieses auf doch recht eindrucksvolle Weise vor Augen geführt wurde: Anemonenfische, Mantas, Stachelrochen, Schildkröten, Langusten, Feuerfische, Scorpionfische, Riffhaie, Zackenbarsche, Doktorfische, Papageienfische, Muränen, Napoleonfische und vieles mehr. Der Artenreichtum in diesen Gewässern hat bei mir einen ewigen Eindruck hinterlassen. Vor meinem Urlaub stellte sich die Frage: „Wie sieht es mit der Korallenbleiche aus?“ Diese Frage habe ich auch den Tauchlehrern vor Ort gestellt. Ich bekam zur Antwort daß auf den Malediven im Jahr 1998 die Wassertemperatur bis auf 37 Grad Celsius durch das Wetterphänomen „El-Ninjo“, angestiegen ist. Die höhergelegenen Riffe in einer Tiefe bis 10 Meter haben doch recht heftig von ihrer Schönheit eingebüßt. Dieses Wetterereigniss tritt weltweit alle 10-15 Jahre auf und sicher ist der Faktor Mensch auch nicht zu unterschätzen. Deshalb konnte ich die eindringliche Warnung der Tauchlehrer auch verstehen „Don‘t Touch“. Wir sollten alles tun, um diese Schönheit zu bewahren. Die Regierung der Malediven hat einen Beitrag dazu geleistet, indem sie durch einen Erlass die Tauchtiefe auf max. 30 m und die Tauchzeit auf 60 Minuten begrenzt hat.
Euer Andreas Kirschbaum

Burgers Zoo
Am 18.02.2001 machten sich jede Menge Tümmlerinnen und Tümmler auf den Weg in die Niederlande, um den berühmten Burgers Zoo Kennzulernen oder erneut zu besuchen. Mehrere Tümmler trafen sich um 09.30 Uhr (einige waren sogar pünktlich !!!!!) bei Anke, um Fahrgemeinschaften zu bilden. Der andere Teil der Tümmler machte sich direkt auf den Weg in die Niederlande um dort zu den restlichen Tümmlern zu stoßen. Unter vielem Hallo und Küsschen trafen alle Tümmler gegen 11.00 Uhr im Burgers Zoo ein. Und was nicht alles mitgebracht wurde: Tee, Kaffee, Frikadellen, Muffins, Weingummi, Plätzchen .... – als ob wir uns auf eine 10–Tages–Wanderung durch die Wüste aufgemacht hätten. Aber für Tümmler ist dies doch ganz normal! Oder habt Ihr schon einmal einen Tümmler ohne entsprechendes Marschgepäck gesehen? Nach der großen Begrüßung, machten wir uns auf den Zoo zu erkunden. Wir, also Schulz & Schulz, waren noch nie da und hatten keinen so guten ersten Eindruck vom Zoo. Aber dies sollte sich noch grundlegend ändern! Wer konnte denn ahnen, dass die großen Kuppeln phantastische Welten beherbergen! Also machten wir uns auf in die erste Kuppel – ein traumhaften Tropenparadies! So weit das Auge reichte wunderschöne Pflanzen, keine Gitter und Wege, die durch das Paradies führten. An jeder Ecke harrte ein neues Wesen auf seine Entdeckung. Da wir in einer großen Gruppe unterwegs waren und jeder irgendwann etwas zu bestaunen fand, haben wir uns nach etwa einer ¾ Stunde getrennt und sind in zwei getrennten Gruppen auf Entdeckungsreise gegangen. Über eine Hängebrücke (mit nassen Schuhen), direkt an einem Wasserfall vorbei, über in Fels gehauene Stufen fanden wir unseren Weg. In kleineren Nischen fanden wir verschiedene Biotope mit Ottern, Manatees, Wasserschildkröten, Kois und vielem mehr. Zum Tropenparadies gehörte auch noch ein „Versteck“ in welchem Kaimane und Krokodile wohnten. Dann zog es uns immer mehr in den Themenpark „Ocean“, denn dafür waren wir ja eigentlich gekommen. Am Anfang führte uns der Weg in die Gezeitenzone mit kleineren Fischchen und Rochen. Dann ging es Meter für Meter tiefer. Ein Korallenriff mit Doktorfischen, Drückern, Pinzettfischen, Anemonenfischen und vielen anderen Arten in Form eines Panoramabeckens zog uns in seinen Bann. Aber es sollte noch besser werden! Der Weg führte uns in die Dunkelheit: dort waren einzelne Becken eingelassen, welche die verschiedenen Bereiche des Ozeans darstellten. Es gab ein Riff mit Pfeffermuränen, die sogar für die Kameras posierten und die Gesichter aller Tümmler strahlten wie die von Kindern, die die Geschenke unter dem Tannenbaum finden. So schlenderten wir von einem Becken zum anderen, als sich plötzlich ein großer Raum öffnete. An der Rückseite war eine Art Empore aufgebaut und viele Leute hatten sich auf den einzelnen Stufen niedergelassen, aber auf der anderen Seite war wohl das größte Aquarium, das wir je gesehen hatten! In vielen Millionen Litern Meerwasser tummelten sich Gitarren-Rochen, verschiedene Haie und – ja richtig gesehen!! – junge Walhaie!! Unsere Blicke starrten gebannt auf das Getümmel innerhalb des Beckens – nicht wenigen stand dabei der Mund sperrangelweit offen! Wenn das unter Wasser passiert wäre – gar nicht auszudenken. Nach langer Zeit rissen wir uns von diesem phantastischen Becken los und setzten unseren Weg fort. Sogar lebende Exemplare der Nautilus konnten wir bestaunen und so verging die Zeit im Fluge. Zuletzt kamen wir an ein ebenfalls wunderbares, wenn auch nicht ganz so schönes Becken. Nachgebaut wurde ein Pier, der mit Muscheln, Algen, Korallen und unzähligen Lebewesen bewachsen war. Fische tummelten sich überall und das phantastischste dabei war der Weg. Durch einen Tunnel gingen wir direkt durch das Wasser – nur ein Tauchgang kann schöner sein. Doch nun war dieser Themenpark zu Ende und am Ausgang wartete ein Tisch auf uns, den wir alle sofort in Beschlag nahmen. Es wurde ausgepackt und aufgebaut und dann stärkten wir uns alle ausgiebig. Dabei wurden die einzelnen Entdeckungen erörtert und palavert, was das Zeug hielt. Ein wenig Taucherlatein war wahrscheinlich auch dabei, aber was soll’s? Einstimmig hieß es dann einpacken und den nächsten Abschnitt in Angriff nehmen, die Wüstenlandschaft. Hier gab es Kakteen, Pflanzen und jede Menge Tiere, die bestaunt werden konnten. Auch hier gab es eine Art Tunnelweg, der von beiden Seiten mit Terrarien versehen war. Auch an Spinnen (igitt) mussten wir uns vorbeimogeln. Dann kam die nächste Kuppel und dort war eine Wüstenlandschaft angelegt, die wirklich einmalig ist. Hier fanden wir Schweine (in der Wüste?), Greifvögel, Ziegen (nein, nicht die auf zwei Beinen), Steinböcke und vieles, vieles mehr. Nach dem wir durch die Wüstenlandschaft gewandert waren, entschlossen wir uns, das Außengelände zu erkunden. Wir wanderten durch den Zoo und haben jede Menge Tiere bestaunt, oder war es umgekehrt und die Tiere bestaunten uns? Ach ist ja egal, dann kamen wir zum Affenhaus und es war Fütterung angesagt. Gorillas und Schimpansen warteten heißhungrig auf ihr nächstes Mahl und wir konnten die Fütterung miterleben – manchmal erinnerte es uns an die heiße Schlacht am kalten Büffet, aber spätestens da war uns klar, dass der Mensch vom Affen abstammt. Es war einfach toll. Wir entschieden uns daraufhin, den Rest des Zoos zu betrachten und nahmen den Weg, der links und rechts mit Volieren gesäumt war. Fliegende Fische haben wir jedoch nicht gefunden, obwohl jemand steif und fest behauptete, dass sie unter den Vögeln angesiedelt sind. Dann fanden wir ein kleines Gebäude mit der Beschriftung „Mangrovenwald“ – und wir stürmten das Gebäude. Es war wunderschön, denn auch hier haben wir jede Menge Entdeckungen gemacht. Langsam meldeten sich aber schon wieder einige Mägen und zum Abschluss machten wir Rast in einem Schnellimbiss, denn dort war unser vereinbarter Treffpunkt. Gemeinsam mit der anderen Gruppe machten wir uns auf den Weg zum Ausgang. Nun hieß es langsam Abschied nehmen vom Burgers Zoo. Traurig, aber rundherum glücklich und zufrieden verließen wird den Zoo. In einem Punkt waren wir uns alle einig, denn alle waren der Meinung, da fahren wir wieder hin. An dieser Stelle möchte ich mich bei Anke bedanken. Sie hatte die Idee zu dieser Fahrt, da sie den Burgers Zoo schon mehrfach besucht hatte. Während des ganzen Tages gab sie uns viele, viele Tipps für den Besuch. Allzeit gut Luft!
Bis zur nächsten Fahrt zum Burgers Zoo!
Tschüssi, Schulz & Schulz

Coral Garden
Oh, wie schön ist Safaga...
Sonntag, 02.09.2001, 07:00 – Düsseldorf nimmt auf die klassische Art Abschied von uns: Es ist kalt, nass und insgesamt sehr ungemütlich. Aber wir sind die ersten am Schalter und kriegen deshalb die allerbesten Plätze. 15:30 – Hurghada begrüßt uns mit sehr sonnigen 32 Grad, aber leider ohne unseren Reiseleiter. Nach zähen Verhandlungen in der prallen Sonne findet sich schließlich ein freundlicher Mensch mit Kleinbus, der uns zum Coral Garden bringt, wo wir endlich am späten Nachmittag unsere kleinen Schlösser beziehen. Wir bewohnen vier gemütliche, saubere Bungalows, die alle eine ganz wunderbare Klimaanlage haben. Auf dem Platz vor den Hütten stehen ein Tisch und 8 Stühle – Blick auf die Bucht und genau richtig, um dort den Sundowner einzunehmen. Wir haben, auf den Rat eines erfahrenen Coral Garden Reisenden hin (danke Thomas!), reichlich Vodka im Gepäck, und die Hotelbar bietet sehr leckeren Zitronensaft an – eine hervorragende Mischung! Und regelmäßig angewendet, hilft das leckere Gesöff gut gegen Urlaubskrankheiten aller Art. Jutta hat dieser Tradition eine hilfreiche Lektion zu verdanken: Nämlich, dass man den Drink gar nicht kippen muss, wenn ein Strohhalm drin steckt! Nach einem leckeren Abendessen und einem Plausch am Strand sinken wir müde, satt und zufrieden in die Betten. Montag! Tauchen! Endlich! Zum Frühstück gibt´s Geschenke FÜR Katrin und Kuchen VON Katrin, die nämlich heute Geburtstag hat – ein schöner Geburtstag! Vor dem Tauchen kommt ja bekanntlich das Einchecken, und dabei lernen wir allesamt die nächste Lektion: Lass die Tasche nicht offen stehen, sonst knabbert die Katze die Schläuche an! In der Basis lernen wir außer Wolfgang und Meike, die uns das Revier erklären, auch Sassu kennen, die Basis-Katze. Sie ist noch sehr klein und sehr verspielt, und wir hätten sie am liebsten mit nach Hause genommen. Dann endlich: der erste Tauchgang! Unglaublich schön! Nach ein paar Minuten finden wir uns vor einem riesigen Korallenblock wieder, der Feuerkorallen trägt wie eine Krone! Überwältigend! Es gibt Kugelfische, die aussehen wie Batman und Robin, Papageienfische, Rotfeuerfische, Seeigel, Muscheln, Drachenköpfe, Wimpelfische, Anemonenfische... ich könnte noch ewig so weitermachen. Die Bucht bietet wirklich alles, was im Bestimmungsbuch unter Rotes Meer zu finden ist. Beim Essen gibt´s am Abend eine Überraschung! Jemand hatte verraten, dass Katrin Geburtstag hat und einen Kuchen gebacken! Wirklich rührend! Lustig: Am Nachbartisch wird auch ein Kuchen serviert! Später gibt´s ein Tässchen Sekt für Tante Jutta und wir versuchen es mal mit Abendprogramm: Nachdem wir uns über die UNO-Regeln nicht wirklich einig werden, geben wir auf und gehen lieber ins Bett. Tauchen macht müde! Für den Rest der Woche wird unser Tagesablauf (Tauchen – Schlafen – Tauchen – Schlafen) nur durch die Mahlzeiten unterbrochen, und das macht uns überhaupt nix aus! Insgesamt war das ein durchweg gelungener Urlaub. Ich bin sofort wieder dabei, wenn es zum Coral Garden geht. Es ist der perfekte Platz zum Ausruhen, die Bucht ist einfach wunderschön – auch zum Schnorcheln – und der Preis ist einfach unschlagbar! An dieser Stelle möchte ich noch mal ganz laut und vernehmlich Danke sagen an Micha und Regina, die die Reise geplant haben!
Nicole
P.S.: Der Spickzettel für´s nächste Mal: noch mehr große Tücher für „am Strand“, weniger Gummibärchen, mehr Erdnüsse und mehr Vodka!

Druckkammerfahrt
18. April 1998
Samstag morgen, kurz vor 7:45 Uhr, eigentlich ja noch viel zu früh um schon unternehmungslustig zu sein. Welcher Teufel hat uns nur dazu getrieben, um diese Uhrzeit schon eine Kanne Kaffee getrunken zu haben und startbereit auf das Klingeln an der Tür zu warten ? Niemand hat uns gezwungen, heute mit den acht übrigen Frühaufstehern eine Druckkammerfahrt in Essen zu unternehmen, aber die perfekte Organisation von Jutta war schon ein Opfer wert.
Um 7:50 Uhr klingelt es, wir treffen die anderen Teilnehmer vollzählig vor unserer Haustür an. Nach kurzer Besprechung der Fahrstrecke und Bildung von Fahrgemeinschaften geht es los. Pünktlich um kurz vor neun Uhr laufen wir bei der TauchMed in Essen ein und werden mit Kaffee empfangen. Dr. Berndt, der Leiter der Druckkammer, ist Chirurg und leitet seit ca. zehn Jahren hyperbare Sauerstoffbehandlungen. Seine Einführung umfasst die Einsatzbereiche (z.B. Tinitus und Dekounfälle) und Gefahren der Druckkammer ebenso wie die allgemeinen Phänomene in der Kammer bei Kompression und Dekompression.
Vor dem Betreten der Druckkammer werden wir noch darauf aufmerksam gemacht, dass elektronische Geräte wie Taschenrechner, Handy oder ähnliches besser draußen bleiben sollten, um eventuelle Schäden zu vermeiden. Taucheruhren und Computer werden in einen Eimer mit Wasser gelegt, um eine Beschädigung zu vermeiden. Die Kammer ist mit 10 Sitzplätzen inklusive Sauerstoffanschluss ausgerüstet. Es sind mehrere Videokameras sowie eine Mikrofone zur Überwachung der Insassen vorhanden, bei Druckausgleichsproblemen können einzelne Teilnehmer die Kammer durch eine separate Schleuse verlassen. Endlich geht es los, der Druck wird kontinuierlich erhöht, schon nach kurzer Zeit macht sich der Kompressionseffekt durch Erhöhung der Temperatur bemerkbar. Es fällt auf, dass in der Kammer nahezu ununterbrochen ein Druckausgleich in den Ohren vorgenommen werden muss, erheblich häufiger als beim Abtauchen im Wasser. Das mitgenommene Spielzeug, ein aufblasbares Boot, wird zusehends schlapper, auch die Stimmen verändern sich durch die erhöhte Dichte der Luft zu einem eigenartigen Piepsen. Die eingeatmete Luft fühlt sich auch anders an, nach Überschreiten der 35 m macht sich eine verstärkte Heiterkeit unter den Teilnehmern breit, der Tiefenrausch scheint einzusetzen. Bei ca. 40m verspüre ich ein merkwürdiges Beklemmungsgefühl, das sich jedoch durch ruhiges und konzentriertes Durchatmen recht leicht beheben lässt. Der allgemeine Appetit auf die in der Kammer vorhandenen Gummibärchen und Maoams erreicht mit der Maximaltiefe von 50m ebenfalls einen Höhepunkt. Hier werden Luftballons unterschiedlich stark aufgeblasen, um den Knalleffekt bei der Dekompression zu verdeutlichen, außerdem soll jeder seinen Namen rückwärts auf ein Blatt Papier schreiben, eine Aufgabe, die in dieser Tiefe nicht ganz ohne ist! Die 8 Minuten auf 50m vergehen rasend schnell, eine kurze Durchsage von Dr. Berndt schon sind wir wieder auf dem Weg nach Oben. Kurz nach dem Beginn der Dekompression macht sich der Joule-Thompson-Effekt bemerkbar, es wird recht schnell unangenehm kühl in der Kammer und bei ca. 30m bildet die kondensierende Luftfeuchtigkeit Nebel. Ab ca. 18m werden wir aufgefordert, die Sauerstoffmasken zu benutzen, um die Dekompressionszeiten drastisch zu verkürzen und die Sicherheit zu erhöhen. Es erfolgen Dekostopps von 5 min auf 6m und 10 min auf 3m, bevor wir unseren Tauchgang nach einer Gesamtzeit von 42 min beenden. Ein Versuch, die Kammertür bei einem Restdruck von ca. 0,2 bar über normal zu öffnen scheitert kläglich, die auf die Tür wirkende Kraft ist einfach zu groß. Wir erhalten noch einen kurzen Überblick über die aufgezeichneten Daten und die Kontrollen der Druckkammer. Alle Teilnehmer sind sichtlich begeistert von den Erfahrungen und der freundlichen Betreuung und beschließen als Abschluss noch kurz ins Oberhausener Centro zu fahren, um dort zu Mittag zu essen. Die Entscheidung fällt zu Gunsten des Mövenpick, da das Buffet für jeden Geschmack etwas bietet. Ein gutes Essen, einen Kaffee und einige angeregte Unterhaltungen später machen wir uns dann auf den Rückweg.
Bericht von Dirk Wirts
Anschrift der Tauchmed:
Im Hilarion-Gesundheitszentrum
Herwarthstraße 102
45138 Essen
Tel 0201-206602/03
Fax 0201-2806604
www.hbomed.com


Frauentauchen
Am 28. September fand unser 3. Tümmler-Frauentauchen statt, das unsere liebe Frauenbeauftragte (Sa)Biene organisiert hatte. Am See angekommen, wurden wir mit den Worten begrüßt: “Äääh, das sind ja alles nur Frauen!!“--- Mit diesen Worten flüchteten die anwesenden männlichen Scubataucher und wir waren endlich allein! Auch dieses Mal trafen sich unsere aktiven Taucherfrauen, um endlich’ mal tolle „Hechte“ zu suchen und wir fanden sie auch .... und zwar viele und grooooße! Wir hatten schon unter Wasser ’ne Menge Spaß und ich habe gelernt, das man (frau) auch nahezu ohne Flossenschlag einen supernetten Tauchgang machen kann! (Danke an meine lieben Tauchpartnerinnen!) Unseren sportlichen Fleiß belohnten wir natürlich mit leckerem Essen im Scottis und sind bestimmt nächstes Jahr wieder dabei, dann vielleicht mit noch mehr Frauen, wer weiß??
Nett wird es auf jeden Fall!
Eine Taucherin

Greifswald
Am 25. Mai 2000 brachen 8 Tümmlerinnen und Tümmler plus Morton (Freund von Holger), in kleinen Fahrgemeinschaften zu unserer Vereinfahrt nach Greifwald auf. Mit der Aussicht auf Wracks satt war unsere Laune entsprechend gut. Unsere kleine Fahrgemeinschaft bestand aus Holger, Carsten und mir. Die Routenplanung gestaltete sich sehr einfach, da Carsten Karin im Auto hatte (ein Navigationsgerät) und wir bei der Abschlussbesprechung am Freitag zuvor festgelegt hatten, dass die Route über Berlin führen würde. Da wir sehr gut durchgekommen sind, wollten wir dann kurz hinter Berlin bei McDonald’s etwas essen gehen. Wir fanden auch ein Hinweisschild, aber siehe da, eine Baustelle kündigte sich an. Carsten meinte dann: „Mc kommt sicher gleich“ und so fuhren wir weiter , aber leider kam die Absperrung uns zuvor. Also sind wir dann doch der Umleitung gefolgt. Auf der anderen Seite der Umleitung wies das Schild vom Mc wieder Richtung Baustelle, also folgten wir und siehe da - wieder nur bis zur Absperrung. Unsere Mägen knurrten, aber wir fuhren dann weiter Richtung Greifswald. Ungefähr 40 km vor dem Ziel - da! endlich ein Mc! Am Ziel angekommen haben wir erst einmal das Schiff erkundet. Es war zwar nicht gerade eine Schönheit und etwas zu klein (2 Duschen + 2 Toiletten für 34 Taucher), aber man konnte es ertragen.
So gegen 20°° Uhr waren alle Tümmler da und die Klamotten verstaut. Also auf zum Essen fassen in der Kombüse. Anschließend sind wir dann in eine Hafenkneipe eingekehrt und bei gutem Bier wurde viel Taucherlatein gesponnen. Zu später Stunde zurück an Bord, ging es dann noch „zu einem kleinen Absacker“ in die Schiffs-Bar. Hier stellten wir fest, dass die anwesende Bardame just an diesem Tage Geburtstag hatte. Bei Bier und Kuchen (siehe Dirks verzücktes Gesicht) wurde es also doch noch etwas später. Leider erfuhren wir dort, dass wir wegen zu viel Wind auf See am nächsten Morgen keine Wracks anfahren, sondern in Küstennähe tauchen würden. Am nächsten Morgen um 7°° Uhr wurden wir geweckt. Dann die Ansprache des Kapitäns und die Bestätigung des schlechten Wetters. Nun ging’s endlich auf See. 9°° Uhr Frühstück - aber leider nur 1 Kanne Kaffee für 12 Mann. Wir wussten ja vom Vorabend, dass der Smutje an Bord etwas schwierig war, aber als wir eine zweite Kanne Kaffee haben wollten, wurden wir fast schon als Belästigung abgekanzelt, aber immerhin - als wir alle mit dem Frühstück fertig waren, kam die 2. Kanne Kaffee. Am ersten Tauchplatz angekommen waren wir schon alle gespannt auf die Ostsee; so wurde sich eifrig umgezogen und ab ins kalte Nass. Hier kam die große Ernüchterung - ein paar Felsbrocken - ein paar Algen und das war’s schon. Die Ostsee ist nun mal etwas karg. Das Wetter war genauso wie der Smutje und beide wurden an diesem Tag auch nicht besser. Der 2. Tauchgang am frühen Abend war auch nicht erfolgreicher. Unser Meyk wurde immer gereizter. Meyk packte am späteren Abend seine Angel aus und fing tatsächlich einen Fisch. Die allgemeine Laune wurde etwas entspannter. In der Bar feierten wir den Fang von Meyk. Zu fortgeschrittener Stunde kam dann auch der Smutje in die Bar: Fehler, Fehler, Fehler! Dies nutzte unser Meyk natürlich zu einer gründlichen Aussprache!
Samstag morgen oder The Day after.... Wir machten uns auf den Weg zum Wrack „Glowe Kogge“. Am Tauchplatz angekommen, wurde uns ein Naturereignis der ungewöhnlichen Art zuteil. Im Moment als wir dort ankerten, wurde es am Horizont pechschwarz und fünf Minuten später tobte ein ausgewachsener Sturm über uns. Anker hoch und zurück in eine Bucht. 1. Tauchgang am Samstag: immerhin 1 toten Knurrhahn gesichtet. Beim Umziehen habe ich mir dann leider die linke Armmanschette an meinem Trockentauchanzug zerrissen. Freundlicherweise stellte Holger mir für den Rest der Fahrt seinen Halbtrockenen zur Verfügung. Am Nachmittag war es dann so weit Wracktauchen an der „Glowe Kogge“. Ein gut erhaltenes ca. 20 Meter langes Gerippe einer Kogge in 16 m Tiefe, bewachsen mit Muscheln und Algen. In der Mitte existiert eine Strömung, mit der man sich durch den ganzen Rumpf treiben lassen kann. Dies habe ich auch reichlich genutzt (ca. 5 mal). Das erste Highlight der Tour! Abends wurde dann nach dem Abendessen an Bord gegrillt. Natürlich kam bei dieser Gelegenheit auch der von Meyk gefangene Fisch auf den Grill. Der an Bord befindliche Tauchguide (Grillmaster) teilte uns mit, dass für den nächsten Tag mehrere Tauchgänge an der Jan Heweliusz geplant wären.
Am Sonntag morgen wurden wir durch das Einholen der Ankerkette geweckt und für uns fing der Sonntag diesmal mit einem guten Frühstück und reichlich Kaffee an. Nach dem Frühstück teilte uns der Tauchguide mit, dass das Wetteramt ein Sturmtief angekündigt hatte. Es sei sehr wahrscheinlich, dass wir nur einen Tauchgang an der Jan Heweliusz machen würden. Gegen 11.30 Uhr machten wir an der Ankerboje der Jan Heweliusz fest. Dort angekommen folgte erst einmal ein Briefing durch den Kapitän.. Das Wrack liegt in einer maximalen Tiefe von 26 m auf der Backbordseite. Die Wrackoberkante befindet sich in ca. 10 m Tiefe. Die Länge des Schiffes beträgt über 170 m. Die polnische Fähre Jan Heweliusz sank am 14. Januar 1993 im schweren Sturm ca. 20 sm nordöstlich der Insel Rügen auf Grund von erheblichen technischen Mängeln. Das Schiff war einige Tage zuvor mit der Kaimauer im schwedischen Hafen Ystad kollidiert und nur ungenügend instand gesetzt worden. Nachdem die polnische Reederei alle Rechte an dem Wrack aufgegeben hatte, wurde es zu einem der beliebtesten Tauchgebiete in der Ostsee. Bei der Schiffskatastrophe kamen 55 Menschen ums Leben. In der Zwischenzeit ist das Wrack stark bewachsen und bietet vielen Tieren einen Lebensraum. Leider wurden in den vergangenen Jahren von Unbekannten Bergungsarbeiten an der Jan Heweliusz durchgeführt, so dass einige Bereiche des Wracks einsturzgefährdet sind. Dann ging alles sehr schnell, alles sprang in die Anzüge, um als Erster am Wrack anzukommen. Wir nutzten das Seil der Ankerboje zum Abstieg. Es war schon ein sehr beeindruckendes Erlebnis den Bug dieses großen Wracks vor sich zu sehen. Trotz guter Sichtweiten, ca. 30 Meter, konnten wir die Jan Heweliusz nicht in ihrer ganzen Größe erkennen. Beim weiteren Abtauchen in ungefähr 17 Meter Tiefe trafen wir auf eine Sprungschicht, danach wurde es sehr kalt (3 Grad C). Um die ganze Größe zu erfassen, sind wir backbord am Kiel des Wracks entlang auf 28.5 Meter bis zu den Schrauben getaucht. Zitter, zitter, bibber, bibber, mir wurde es immer kälter. Dann sind wir über den Kiel auf die Steuerbordseite des Wracks getaucht und sahen uns auf dem Rückweg die Oberdeckseite an. Nach 32 Minuten sind wir aufgetaucht. So kalt war mir in meinem ganzen Leben noch nicht. Trockentauchen ist doch wesentlich angenehmer! An Bord angekommen wollten alle (außer mir) noch einen zweiten Tauchgang zur Jan Heweliusz unternehmen. Aber – nun hieß es Essen fassen für alle, die keinen zweiten Tauchgang vor sich hatten. Plötzlich vermehrte sich die Tischgemeinschaft und alle Tümmler stärkten sich am Mittagsmahl – also kein zweiter Tauchgang. Nach dem Mittagessen bekamen wir die ersten leichten Ausläufer des Tiefs zu spüren und wir brachen in Richtung Greifswald auf. Dort angekommen checkten wir direkt aus und machten uns auf den Rückweg. Dank Karin wiederum ohne Probleme.
Holger und Meyk hatten sich bei der Organisation der Vereinsfahrt sehr viel Mühe gegeben. An dieser Stelle möchte ich mich bei den beiden dafür bedanken.
Euer Stephan

Hemmoor
Sommer, Sonne, Hemmoor - Tümmler im Kreidesee 2001
Bei strahlendem Sonnenschein fand unsere diesjährige Hemmor-Fahrt statt. Nachdem die Hinfahrt für alle Beteiligten einer kleinen Odyssee glich, wurden die Gemüter mit leckerer Hausmannskost bei „Ohls“ schnell wieder besänftigt. (wie sonst sollte man Tümmler zufrieden stimmen?) Ich erzähle nun nicht mehr von der Kuchenschlachtplatte oder dem köstlichen Frühstück (vgl. dazu viele andere Berichte!!!) ......
DAS TAUCHEN AM KREIDESEE:
Am Samstag fuhren wir zeitig und aufgrund des vielversprechenden Wetters bestens gelaunt zum See. Das Anmelden und Ausladen war schnell geregelt. Nun wurden die Tauchpaare gebildet und Hemmoor-Profis gaben ihr Wissen vom See kund. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen wollte dann jeder schnell ins kühle Nass. Mein persönlicher Eindruck vom See als Hemmoor-Neuling: ich war total beeindruckt! Solch eine Sicht in hiesigen Gewässern hätte ich trotz Erzählungen der anderen nicht für möglich gehalten. (Außerdem fand ich es toll, mal tiefer als die üblichen 5 Elbseemeter zu tauchen...) Besonders lohnenswert wurde der Tauchgang vom Einstieg 5 geschildert (tolle Vegetation, reizvolle Steilwand) Natürlich machten sich einige wieder auf zum Waldspaziergang, Wohnwagen, Rüttler...
Es war auf alle Fälle ein schönes Wochenende - unter Wasser und auch "an Land".
Eure Kerstin

De Groene Heuvels
Am 14.05.2001 hat uns unsere Sonntagstauchfahrt nach De Groene Heuvels nahe Nimwegen in Holland geführt. Eine gute Autostunde von Düsseldorf entfernt liegt hier ein schönes Freizeit-Zentrum mit guter Infrastruktur, d. h. reichlich Parkplätzen nahe dem Ufer (in der Hochsaison mit Parkgebühr) und Toiletten. Für Taucherinnen und Taucher ein kleines Paradies, denn es gibt einen Taucherparkplatz direkt am See, einen Steg, der ins Wasser führt und auch die Möglichkeit des seichten Einstiegs vom Ufer aus. Die Sicht ist gut und man kann neben allerlei Kleingetier wie zum Beispiel Köcherfliegenlarven und ihren Artgenossen auch Steinbeisser finden. Aber auch Nichttaucher kommen auf ihre Kosten. Rund um den See gibt es große, baumbestandene Liegewiesen, auf denen man herrlich spielen und toben, oder aber auch sich einfach nur ’rumlümmeln kann. Wer im Mai nicht dabei gewesen ist und jetzt Lust bekommen hat, mal einen Tag dort zu verbringen, kann die Wegbeschreibung bei Sabine und Dirk erfragen, Tel: 02 11/905 30 55
Sabine und Dirk



Irland
Am 6.9.97 war es endlich soweit, um 11:00 Uhr fliegen Sabine und ich von Düsseldorf als Vorhut nach Irland. Am Flughafen in Cork leihen wir uns einen Opel Vectra, der jedoch leider ziemlich schwach auf der Brust ist, manche Steigungen zu den Pässen mit drei Leuten samt Tauchgepäck bringen ihn an den Rand der Kapitulation. Das Wetter bei der Ankunft ist traumhaft schön. Wir machen uns auf den Weg nach Bantry um unsere Unterkunft bei Maggie Doyle im Atlantic Shore zu beziehen. Maggie versorgt uns direkt mit einer Tasse Tee und diversen Keksen und wir erfahren, dass wir zunächst für ein paar Tage bei den Millers, Nachbarn von Tim und Maggie, unterkommen müssen, bis unsere Zimmer frei werden, da eine andere Gruppe etwas länger als geplant geblieben ist. Aber in Irland wird alles viel lockerer gesehen, Stress ist da fast unbekannt.
Unser Zimmer ist recht groß und bequem, das Frühstück reichlich und hervorragend, also kein Grund zur Klage. Wir nutzen das Wochenende, um die verschiedenen Tauchplätze, von denen uns Tim erzählt hat, schon mal zu erkunden, damit wir den anderen am Montag einen Tauchplatz für den ersten Tauchgang empfehlen können.
Montag Abend kommen Regina, Michael und Holger nach einer langen Fahrt von Dublin aus in Glenngarriff an. Man sollte nicht vergessen, dass in Irland die Straßen nicht dem deutschen Standard entsprechen, es muss mit mindestens der doppelten Zeit für eine gleich weite Strecke gerechnet werden. Gemeinsam fahren wir zu unserer Unterkunft und von dort aus weiter ins Zentrum von Bantry, genauer gesagt in einen kleinen Pub mit dem Namen The Snug. Dieser Pub soll auch an allen folgenden Abenden unser Ziel sein, denn hier gibt es zu sehr günstigen Preisen wirklich hervorragendes Essen in riesigen Portionen. Dazu sollte man wissen, dass in Irland das Abendessen im Vergleich zum Mittagessen recht teuer ist, aber als Taucher hat man da recht wenig Alternativen.
The Snug ist an jedem Abend unglaublich voll, sowohl Touristen als auch sehr viele Einheimische, und man muss sich in eine Warteliste eintragen lassen, aber mit einer Portion Knoblauchbrot und einem Pint Murphy‘s geht die Zeit recht fix vorbei. Die Crew hat die Organisation voll im Griff, nach dem zweiten gemeinsamen Abend dort ist das mit der Warteliste einfacher, da man uns mittlerweile gut kennt (kein Wunder bei den Mengen Murphy‘s und Essen, die wir dort vertilgen).
Am Dienstag morgen treffen wir uns zu unserem ersten Tauchtag an der Basis in Glenngarriff und packen uns den Wagen mit Blei und Flaschen voll. Tim gibt mir eine kurze Einweisung in die Bedienung des Kompressors und die Schlüssel für die Basis, damit wir nach Herzenslust die Flaschen zum Tauchen füllen können, auch wenn er nicht da ist.
Wir fahren zunächst zum Zetland Pier, um dort einen gemütlichen Tauchgang zu machen. Die Sicht hier ist sehr gut, ca. 10 bis 15 m und die maximale Tiefe liegt bei ca. 8 m, also genau das richtige zum eingewöhnen.
Anschließend fahren wir ein Stück weiter zu Firkeel Pier, einem abgelegenen Tauchplatz, der kristallklares Wasser und eine Tiefe von ca. 12 m bietet.
Mittwoch fahren wir zu Dooneen Pier, einem Hochsee Pier von dem aus man wunderbar an der Steilküste entlang tauchen kann. Hier gibt es eine Grotte, die betauchbar ist sowie einige schön bewachsene vorgelagerte Felsen.
Donnerstag ziehen wir dann von den Millers zu Maggie um. War das Frühstück bisher schon äußerst üppig, so wurde es nun unglaublich. Die Mengen waren beim besten Willen nicht zu bewältigen, so dass wir dann um Gnade - sprich kleinere Portionen - baten. Diesem Wunsch wurde dann auch widerstrebend entsprochen.
Samstag kommt endlich Jutta als letztes Mitglied unserer Gruppe an; Sabine, Holger und ich holen sie in Cork am Flughafen ab. Damit auch unser Kulturanspruch nicht zu kurz kommt, besuchen wir auf dem Rückweg Charles Fort, eine alte Festungsanlage, die bis in die zwanziger Jahre diesen Jahrhunderts noch zu Ausbildungszwecken genutzt wurde. Das Abendessen an diesem Tag sollte der Auftakt zu einer vollkommen neuen Erfahrung werden, denn die ehrenvolle Aufgabe der Rückfahrt zur Unterkunft wird Jutta zuteil. Nicht nur, dass es Juttas erster Versuch mit Linksverkehr und Lenkrad auf der rechten Seite ist, nein es befinden sich auch noch fünf alles andere als pflegeleichte Mitfahrer im Wagen. So trug es sich zu, dass ich auf dem Beifahrersitz das Schalten des Autos und Regieanweisungen wie Gas geben und Kuppeln übernahm, natürlich mit tatkräftiger Unterstützung der anderen vier Passagiere, die Anweisungen in der Art mehr rechts, mehr links, schneller und ähnliches gröhlen. Doch Jutta ließ sich von alledem nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht vom mit 5000 Umdrehungen im Leerlauf aufheulenden Motor, eine schier unglaubliche Leistung in Anbetracht der Mitfahrer. Bei Maggie angekommen, fallen fünf von Lachkrämpfen geschüttelte Mitfahrer aus dem Wagen und Jutta fragt mit unschuldigem Gesicht, warum es denn so nach verbranntem Gummi riecht. Damit ist der Abend gerettet. Zu weiteren Heiterkeitsausbrüchen führen auch Holgers allmorgentliche Zwiegespräche mit seinem Frühstücksjoghurt und Michaels Schwierigkeiten, Sabine und Jutta zu unterscheiden, die dann zu seinem neuen Namen Karl-Walter führten. Auch das gemeinsame Uno spielen wurde von Heiterkeitsausbrüchen unterbrochen.
Besonderen Anlass zur Freude boten die abendlichen Luftsprünge von Maggie und Tara, ihrer Tochter, wenn Holger und Michael nach dem Essen ans Wohnzimmerfenster klopften und die beiden beim Fernsehen erschreckten.
In der zweiten Woche haben wir diverse Wracktauchgänge gemacht, mussten jedoch leider aufgrund des mittlerweile nicht mehr so guten Wetters auf Tauchgänge außerhalb der Bantrybay verzichten.
Alles in Allem war die Fahrt nach Irland ein voller Erfolg, die Stimmung hätte nicht besser sein können, wir alle hatten erheblichen Muskelkater vom vielen Lachen. Die Unterkünfte waren erstklassig, die Verpflegung exzellent und die Tauchgänge trotz des ungünstigen Wetters spektakulär.
Bei Fragen zu Irland wendet euch entweder an mich oder direkt an Tim Doyle.
Bericht von Dirk Wirts dirk(at)tuemmler(dot)de

Kuba
Kurz entschlossen packten wir Ende September 1998 unsere Klamotten und bestiegen den Flieger in Richtung Kuba. Nach 10 Stunden Flug erreichten wir unsere Karibikinsel und wurden mit wunderschönem Wetter - das war vielleicht eine Wohltat nach dem kalten, verregneten Sommer hier! - empfangen.
Wir hatten uns für eine kleine Anlage weit weg vom Touristenrummel in einem Naturschutzgebiet entschieden und nach gut 2 Stunden Busfahrt erreichten wir die Anlage an der Playa Giron. In der Abenddämmerung packten wir dann - kaputt wie wir waren - im Zimmer nur das Nötigste aus und nach einem kleinen Imbiss traten wir zum Matratzenhorchdienst an.
Am nächsten Morgen erlebten wir die Karibik wie im Bilderbuch - türkisblaues Meer, weißer Strand, grüne Palmen und darüber die Sonne. Die Anlage stand in der Schweinebucht (ja, dort wo sich damals die Amerikaner mit den Exilkubanern die blutige Nase geholt hatten) und beim Einchecken in der Tauchbasis stellten wir fest, dass aus der Bucht jede Menge Schätze aus dieser Zeit hochgeholt worden waren und nun als Dekoration dienten.
Für den folgenden Tag hatten wir einen Tauchgang geplant. Während dieses Tauchganges und der danach folgenden Tauchgänge erlebten wir eine leider geschädigte Unterwasserwelt, die sich aber bereits in der Phase der Regeneration befindet. Viele kleine Fische konnten wir sehen, aber ausgewachsene Exemplare bekamen wir selten zu sehen, da trotz der Verbote dort jeder größere Fisch gefangen wird. In Kuba kommt es immer wieder zu Versorgungsengpässen und der Hunger wird mit allem was zur Verfügung steht gestillt.
Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten (deutsch wird dort ganz, ganz selten gesprochen, Englisch etwas öfter, ansonsten laufen die Gespräche in Spanisch oder der weltweiten Sprache mit Händen und Füßen) fanden wir dann endlich eine Möglichkeit zur Kommunikation. Tauchen wird in Kuba - und ganz speziell in dieser Basis - ganz leger gehandhabt, insbesondere in Bezug auf die Tauchtiefe, die Tauchganglänge und der Nullzeiten. Für Anfänger ist diese Basis nicht zu empfehlen, da man bei jedem Tauchgang (alle Tauchgänge sind von Guides begleitet) eigenverantwortlich tauchen muss.
Wir haben viele Touren unternommen um das Land und die Leute näher kennen zulernen. Der Bewohner dieser Insel ist ein sehr stolzer, offener und gastfreundlicher Mensch, der immer ein Interesse an seinem Gegenüber hat. Die Hauptstadt Havanna alleine ist schon eine Reise wert - sie wurde gerade erst zum Weltkulturerbe ernannt. Nach der Besichtigung der Villa von Ernest Hemmingway schlenderten wir durch die alten Gassen. Dabei hatten wir den Eindruck dass die Zeit stehen geblieben ist und wir erwarteten, dass aus der nächsten Bodega uns ein Pirat angreift. Auf der einen Straße wird ein moslemischer Gottesdienst gefeiert, an der nächsten wird zusammen gebetet und an der dritten Ecke wird gerade in einem Voodoo-Ritual ein Hahn geköpft. Die Menschen dort tolerieren alles und sie haben einen Weg gefunden trotz unterschiedlicher Einstellungen friedlich zusammenzuleben. Beeindruckt haben uns besonders die alten Automobile aus den 50-er Jahren, die hier gepflegt und gehegt werden und immer noch als Transportmittel dienen.
Die Krönung unseres Urlaubes war jedoch die Tour nach Cayo Largo. Früh am Morgen fuhren wir zum Flugplatz und fanden dort die Doppeldecker russischen Fabrikats vor. Wir hoben ab und nach einer Runde über den Naturschutzpark nahmen wir Kurs Richtung Cayo Largo auf. Plötzlich kam die Überraschung - wir durften selber den Doppeldecker als Copilot fliegen! Dieses Erlebnis war wohl kaum zu übertreffen und wir werden uns in vielen Jahren noch daran erinnern. Nach der Landung checkten sofort im Hafen auf dem Trimaran ein. Nach 1-stündiger Fahrt machten wir an einem Korallenblock, der fast bis zur Wasseroberfläche ragte, Halt und wir stellten sicherlich einen Rekord im Anlegen der ABC-Ausrüstung auf. Unter uns schwamm ein riesiger Schwarm blau-gelber Süßlippen und wir ließen uns einfach ins Wasser fallen. So viele Fische wie dort beim Schnorcheln habe ich auf den Tauchgängen nicht gesehen und wir befanden und mittendrin.
Das Mittagessen nahmen wir auf der Leguan-Insel ein und mit den Leguanen (sie waren gar nicht scheu und sie lagen auf Tischen und Bänken) teilten wir unser Essen. Der Tag war viel zu schnell vorüber und wir mussten wieder zu unseren Doppeldeckern. Beim nächsten Kuba-Urlaub wollen wir dort tauchen, unter Wasser auf Cayo Largo war es einfach toll!
Viel zu schnell ging unser Urlaub zu Ende und am letzten Tag beim Schnorcheln trafen wir noch auf einen etwa 4 Meter langen Karibikhai - welch ein schönes Geschöpf. Dann hieß es Koffer packen und wieder zurück nach Hause, aber mit solchem Widerwillen haben wir noch nie unsere Koffer gepackt. Der Bus brachte und wieder zum Flughafen und als der Flieger startete, konnten wir noch einen letzten Blick auf unsere Trauminsel werfen. Traurig schworen wir uns "Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage!"
In Deutschland wieder angekommen wurden wir von unserem wunderschönen nasskaltem Sommerwetter empfangen. Aber man kann ja auch weiterhin von der Karibik träumen ......
Schulz & Schulz

Malediven
Tristes Novemberwetter in Deutschland, der zunehmende Weihnachts-Einkaufsrummel, überfüllte Geschäfte und Straßen, doch etwas macht diese Jahreszeit äußerst attraktiv - der Blick in die Reiseprospekte und die dazugehörige Preisliste verrät Überraschendes. Denn zu keiner anderen Jahreszeit werden Fernziele so reichhaltig und günstig angeboten. Also was liegt näher als dem Trubel zu entfliehen...?
So entschlossen wir uns im letzten Jahr die Koffer zu packen und der Novembertristesse den Rücken zu kehren. Ruhe, Sonne, Meer und aufregende Tauchgründe waren gefragt. Der rettende Anruf des Reisebüros ließ nicht lange auf sich warten: ein Last-Minute-Angebot, das einfach nicht abgelehnt werden konnte. Ende November saßen wir also im Flugzeug Richtung Malediven. Gebucht hatten wir unseren Urlaub auf der Insel Kuramathi im Rasdooh Atoll.
Der Nachtflug von knapp neun Stunden verging buchstäblich wie im Flug. Die Landung erfolgte in Hulule, auf Male, einer Malediveninsel, die fast nur aus dem Flughafen besteht. Von dort ging es weiter zu der Hotelinsel. Je nach Buchung erfolgte der Transfer mit dem Helikopter, dem Wasserflugzeug, dem Speedboot oder per Dhoni. Wer an einer halbwegs komfortablen und schnellen Beförderung zu seiner Hotelinsel interessiert ist, sollte auf die letztere Möglichkeit lieber verzichten. Wir bestiegen mit weiteren acht Mitreisenden ein Speedboot, das uns in etwa 1,5 Stunden nach Kuramathi brachte. Bei strahlendem Sonnenschein in der angenehm kühlen Brise des Fahrtwindes stellte sich rasch die entspannende Urlaubsstimmung ein. Als dann auch noch Delphine neben dem Boot auftauchten wurde uns klar: "dieser Urlaub muss einfach toll werden".
Auf der Insel angekommen, wurden wir erst einmal in die Bar geleitet, mit kühlen Waschlappen empfangen und mit noch etwas kühleren Getränken verwöhnt. Von der üblichen "Touristen-Schlacht" an der Rezeption nach Vouchern und Schlüsseln war hier keine Spur.
Kuramathi besteht aus insgesamt drei Hotelanlagen und die Insel ist gemütlich in zwei Stunden per pedes zu umrunden. Die freistehenden Bungalows sind direkt am Strand gelegen, zweckmäßig eingerichtet und sehr sauber. Das Badezimmer bietet Duschvergnügen vom Feinsten: heißes Wasser rund um die Uhr. Die Mahlzeiten wurden im halboffenen Restaurant, natürlich auch direkt am Wasser, serviert. Wir hatten all-inclusive gebucht, was sich im Nachhinein auf jeden Fall gerechnet hat. Die Nebenkosten auf den Malediven sind immens hoch. Softdrinks bzw. eine kleine Flasche Wasser bekommt man ab US $ 5 aufwärts. Unser Inklusive-Paket beinhaltete ferner eine Bootsfahrt zu der einheimischen Insel Rasdooh sowie einen Ausflug zum Nachtfischen. Die allabendliche Attraktion war die Fütterung der Mantas.
Direkt nachdem wir unsere Koffer im Bungalow verstaut hatten, suchten wir die Tauchbasis auf. Hier fanden wir einen gut organisierten und sortierten Basisbetrieb mit engagiertem Personal. Gleich für den nächsten Morgen trugen wir uns in die Liste der Teilnehmer für den Bootstauchgang ein, der zu einem der nahegelegenen Tauchplätze mit dem Dhoni führen sollte. Am nächsten Morgen war unsere Enttäuschung groß, als wir an der Basis ankamen und nur noch die Dieselwolken des abfahrenden Bootes sahen. Diese Lektion hatten wir nun gelernt: hier herrschte nicht nur Ordnung sondern auch absolute Pünktlichkeit. Aber es blieb zum Glück ja noch die Möglichkeit des Hausriff-Tauchens.
Was sich uns an diesem Vormittag bot war überwältigend. Eine Artenvielfalt an Fischen wie sie nicht zu beschreiben, sondern nur zu Erleben, ist. Ein kleiner Wermutstropfen war allerdings die starke Strömung. Wir hingen uns in 12 Meter Tiefe hinter einen Korallenfelsen in den Strömungsschatten und beobachteten einfach nur, was so alles an uns vorüber zog. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass es hier noch Seiten füllen würde, die verschiedenen Fischarten aufzulisten, die uns umkreisten. Das Gefühl wurde wach, dass wir in einem riesigen Aquarium sitzen und nie wieder auftauchen wollen. Das schönste Taucherlebnis stellte sich nach einer Woche ein. Wieder gegen Mittag das Hausriff erkundend, kamen uns plötzlich große schwarze Schatten entgegen. Es waren etwa sechs, sieben Delphine die erst über uns und dann neben uns vorbei zogen. Dieses überwältigende Erlebnis ließ sich durch nichts mehr überbieten.
Alle weiteren Tauchplätze waren nicht weiter als max. eine halbe Fahrtstunde mit dem Dhoni von der Insel entfernt. Oft herrschte sehr starke Strömung. Dies stellte allerdings überhaupt kein Problem dar, da man sich einfach an der herrlich bewachsenen Riffkante entlang treiben ließ und am Ende des Tauchganges von dem mitfahrenden Boot wieder eingesammelt wurde. Der legendäre Tauchplatz für Hammerhaie wurde als Early Morning Dive angeboten - leider erblickten wir hierbei keinen einzigen der eleganten Jäger. Die angebotenen Tauchspots hatten fast allesamt wunderschöne Korallengärten und Steilhänge. Wir sichteten Schildkröten und - wenn auch in weiter Ferne - Weißspitzenriffhaie. Obwohl wir viele eindrucksvolle Tauchgänge unternahmen, wird uns das Hausriff in langer Erinnerung bleiben.
Eure Petra & Hans-Peter



Reuss-Schwimmen in der Schweiz
Das Reuss-Schwimmen ist vergleichbar mit dem Düsseldorfer Neujahrsschwimmen. Allerdings findet es in einer wesentlich günstigeren Jahreszeit statt - nicht bei Eis und Schnee und Minusgraden, sondern im Sommer bei angenehmen Temperaturen. Auch ist die zurückzulegende Strecke wesentlich länger, nämlich 25 Kilometer. Der Einstieg in den Fluss befindet sich mitten in Luzern an der Rathausbrücke. Von dort lässt man sich durch drei Wehre hindurch bis zum Zwischenstopp in Gisikon treiben und setzt nach einer Stärkung mit Sandwiches und Bouillon die Tour fort. Alles in allem etwa drei Stunden später erreicht man den Zielort Sins.
Am 20. Juni 1999 sollte dieses Reuss-Schwimmen zum letzten Mal stattfinden. Es ist vor 26 Jahren aus einer Schnapsidee heraus ins Leben gerufen worden. Anfangs beteiligten sich nur die Mitglieder des Luzerner Tauchclubs Merou daran. Seit 1980 organisiert der Tauchclub das Schwimmen für die Öffentlichkeit; in Spitzenjahren haben bis zu 900 Taucher und Taucherinnen daran teilgenommen. Nun ist bei den Organisatoren eine gewisse Amtsmüdigkeit aufgetreten. Die große Verantwortung für die Durchführung und möglicherweise doch irgendwann einmal eintretende Unfälle (wovon die Veranstaltung bisher glücklicherweise verschont wurde) kann und will niemand mehr übernehmen. Und so sollte das zwanzigste Schwimmen zugleich das letzte sein.
Schon vor dem Start war klar, dass es diesmal nicht über die gesamte Distanz gehen sollte. Nach den heftigen Regenfällen und dem Hochwasser in den Wochen vorher führte die Reuss so viel Wasser, dass die Stadt Luzern die Erlaubnis für den Einstieg an der Rathausbrücke verweigert hatte. Man befürchtete, dass die Taucher an einer der Brücken hängen bleiben könnten. Also wurde Gisikon zum neuen Startpunkt ernannt und die Strecke verkürzte sich auf 12 Kilometer. Morgens um 8.45 Uhr trafen wir Düsseldorfer Tümmler (Jutta, Monika, Dirk und Sabine und als geistige Unterstützung Jürgen) mit ca. 750 anderen Tauchern auf dem Werksgelände der Firma Bossard & Stärkle in Sins ein. Die Sonne lachte schon vom Himmel und es versprach ein schöner Tag zu werden. Lediglich das Bewusstsein, dass dies das letzte Mal sein sollte, drückte bei den Teilnehmern (viele schon seit Jahren immer wieder dabei) auf die Stimmung. Nachdem wir einen Rundgang über das Gelände gemacht hatten und wichtigsten Einrichtungen besucht hatten (wie z.B. den Toilettenwagen) begannen wir mit dem Anrödeln. Wie beim Rheinschwimmen war Neopren und ABC-Ausrüstung angesagt. Allerdings zogen wir uns nur soweit wie unbedingt notwendig an, denn es stand uns noch die zwanzig - minütige Zugfahrt nach Gisikon bevor. Kopfhaube, Handschuhe und ABC trugen wir also noch in den Händen als wir den wartenden Sonderzug stürmten. Wir konnten zum Glück alle vier einen Sitzplatz ergattern zwischen den neoprenbekleideten, mehr oder weniger stark vor sich hindünstenden Tauchern und Heerscharen von aufblasbaren Gummitieren und selbst gebastelten Schwimmkörpern. Auch unser kleiner gelber Tümmler fand einen Platz im Gepäcknetz. In Gisikon angekommen machten wir uns auf den kurzen Weg zum Ufer der Reuss, wo wir unser Outfit komplettierten. Jede Gruppe bemühte sich als ganzes gleichzeitig ins Wasser zu springen, denn sobald man eingetaucht war ging es in atemberaubender Geschwindigkeit flußabwärts. Die Landschaft mit ihren hohen Bergen flog an uns vorbei und wir schossen unter den Brücken hindurch, von denen uns die Zuschauer nach winkten. Wir brauchten gar nichts selbst zu tun. Wenn ich mich mit dem Gesicht nach unten auf die Wasseroberfläche legte und alle viere von mir streckte, stellte ich mir vor ein Fallschirmspringer zu sein; so ungefähr musste sich das anfühlen. Legte ich die Arme ganz nah an den Körper und streckte Bein an Bein ganz gerade aus, wurde ich immer schneller und konnte andere Mitschwimmer mit Leichtigkeit überholen. So verging die Zeit buchstäblich im Fluge und viel zu schnell kam das Ende der Strecke in Sicht. Hier hieß es dann am linken Flussufer die Treppe, ein dort befestigtes Seil oder wenigstens die helfende Hand des Sicherungspostens zu erreichen - was angesichts der großen Menge anlandender Schwimmer gar nicht so einfach war. 1998 kam es zu einem kleinen Zwischenfall. Ein Belgier verwechselte das Treibenlassen mit einem Wettschwimmen und paddelte was das Zeug hielt. Er war so schnell am Ziel angelangt, das die dortigen Sicherungsleute ihren Posten noch gar nicht bezogen hatten und der Schwimmer das Ziel als solches nicht erkannte. 25 Kilometer weiter kam es ihm doch merkwürdig vor und er stieg aus dem Fluss und wurde von einer älteren Frau mitleidig zum Mittagessen eingeladen, was er auch gerne annahm. Erst 3 Stunden später meldete er sich über die Polizei bei den Organisatoren. Diese hatten schon Suchtrupps gebildet und fuhren ganz verzweifelt den Fluss ab. Jetzt schmunzeln wir darüber; aber vielleicht war das der Auslöser für die heutigen Bedenken der Verantwortlichen. Nachdem wir uns aus unserer zweiten Haut gepellt hatten, konnten wir uns bei Grillwürstchen, Kaffe und Kuchen und diversen kalten Getränken stärken. Das alles war im Startgeld inbegriffen, genauso wie die goldfarbene Erinnerungsmedaille, die nun zu Hause an unserer Pinnwand hängt.
Nach den Ehrungen der am weitest angereisten Teilnehmerin (Venezuela, Südamerika) und größten ausländischen Teilnehmergruppe (74 Taucher/innen), mehreren Dankesreden und der Abschlussrede des Ehrenvorsitzenden des TC Merou kam die große Überraschung: Das 20. Reuss-Schwimmen wird nicht das letzte gewesen sein! Die Zeitschrift Taucher-Revue wird in Zukunft die Verantwortung tragen und der TC Merou wird ihr bei der Organisation mit seiner langjährigen Erfahrung zur Seite stehen. Diese Neuigkeit wurde mit großem Jubel begrüßt. Auch wir haben kräftig applaudiert.
Wir werden also auch im nächsten Jahr wieder in die Schweiz zum Reuss-Schwimmen fahren; denn wir haben ein sehr schönes Wochenende verlebt, neben dem Flussschwimmen haben wir zwei ruhige Tauchgänge im Vierwaldstätter See unternommen und gut und preiswert in Sins übernachtet. Unser Dank gilt Jutta, die das alles super organisiert hat.
Vielleicht zählt der TSC Tümmler dann zu den größten Gruppen ausländischer Teilnehmer?
Darauf freut sich
Sabine Kowalski

Rheinschwimmen
Um am Rheinschwimmen am 08.01.2000 teilnehmen zu können, habe ich am Mittwoch vorher im Schwimmbad mit Jutta noch mein Schnorchelbrevet gemacht. Wir trafen uns an diesem berühmten Samstag um 12.00 Uhr bei Dirk zu Hause. Als alle da waren, ging es endlich los. Mit mehreren Autos fuhren wir zum Löricker Hafen, wo wir uns um 14.00 Uhr umgezogen haben. Um 14.30 Uhr wurden wir mit einem Feuerwehrbus zur Rhein-Knie-Brücke gefahren, dort wurde ich als jüngster Teilnehmer geehrt. Zusammen mit dem ältesten Teilnehmer wurde ich von der Zeitung „Express“ fotografiert. Um 15.00 Uhr ging es los. Wir sind losgeschwommen und es waren ungefähr 6 Kilometer, die wir schwimmen mussten - wir brauchten etwa 1 Stunde für die Strecke. Ich konnte mich bei Dirk festhalten wie an einer Rettungsinsel, alleine hätte ich die Strecke nämlich nicht geschafft. Dirk und ich waren durch eine Buddyleine verbunden. Kurz vor dem Hafen bemerkte Sabine, dass mein Schnorchel weg war, einige Zeit später kam Meyk an und erzählte, dass er seine Taucherbrille verloren hatte. Als wir dann endlich angekommen waren, bekamen wir alle eine Medaille. Dann zogen wir uns um und fuhren nach Hause. Der Tag war für mich ganz schön aufregend und es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Euer Sven

Rosas
Nachdem der Sommer sich noch überlegte, ob er bei uns eine Pause einlegen will oder nicht, nutzten wir die Gelegenheit ihm etwas entgegen zu kommen und fuhren nach Spanien. Schlau wie Taucher ja nun mal sind, gaben wir unser Gerödel schon am Vorabend im Flughafen auf und sicherten uns auch gute Plätze. Die liebe Jutta freute sich so sehr darüber, dass der Rucksack auf meiner Schulter genau so aussah wie ihrer, dass ihr gar nicht auffiel, dass etwas fehlte. Am folgenden Tag konnten wir vor dem Abflug noch gemütlich im „Biergarten“ auf den Rest der Gruppe warten und dann ging’s los. In Spanien gelandet wurden wir dann mit dem Bully abgeholt und nach Rosas zum Hotel gebracht. Anschließend wurde das Programm des folgenden Tages abgeklärt und es ging zum Essen zurück ins Hotel. Leider war mir das Losglück nicht hold, so dass ich in den Genuss des regelmäßigen Nachtkonzerts gelangte, welches sich unsere beiden Nachzügler brüderlich als Interpreten teilten. Am Morgen ging es nach einem einfachen Frühstück los zur Basis, von wo aus es zum Hafen und aufs Boot ging. Das Wetter war gut, die See relativ ruhig, so dass die ersten Tauchgänge richtig Spaß machten. Besonders gut fand ich, dass auch Flaschengrößen erhältlich waren, die es mir ermöglichten, genau so lange unten zu bleiben wir die Anderen, ich hatte halt nur mehr zu schleppen. Die Tauchplätze waren interessant und auch für Anfänger gut zu betauchen. Durch das parallel stattfindende meeresbiologische Seminar sensibilisiert, entdeckten wir auch immer mehr alte Bekannte bei den Tauchgängen. Unsere Aufmerksamkeit richtete sich bald weniger auf die dicke Muräne als auf deren Putzergarnele. Nichtsdestotrotz wartete Iris täglich auf die Begegnung mit dem Seepferdchen, welches jedoch vorzog, von anderen gesehen zu werden. Ich glaube aber, dass sie durch die anderen Eindrücke, die dieser Tauchurlaub vermitteln konnte, entschädigt wurde. Ich könnte noch viele Dinge beschreiben, beschränke mich aber darauf, dass Tintenschnecken zwar sehr neugierig sind, eine Flaschenfüllung aber in der Regel nicht ausreicht, sie aus ihrem Versteck zu locken. Also begnügte Mensch sich damit sie überhaupt entdeckt zu haben und spielte lieber mit den Anemonenfischen. Nachdem Dirk schon in der Pause nach dem ersten Tauchgang ein Restaurant entdeckt hatte, wo es guten selbstgemachten Kuchen und richtigen Kaffee gab, waren seine und unsere Mittagspausen gerettet. Der Besuch dieses Platzes wurde Tradition und wird bei Wiederkehr mit Sicherheit fortgesetzt. Dieser Ausgleich entschädigte für die doch eher eintönige Hotelküche und das berechenbare Frühstück. Ein kulinarisches Highlight war das Tapas-Essen, welches durch die Basis arrangiert worden war. Für die Genießer unter uns gab es an der Basis eine Cocktailkarte, die keine Wünsche offen ließ. Insgesamt war die Auslandsfahrt ein voller Erfolg, ich werde sicherlich noch einmal zum Tauchen nach Rosas fahren, wobei ich dann eher mit dem Auto als mit dem Flieger reisen werde. Ich glaube, ich spreche im Namen aller Teilnehmer, wenn ich Holger noch einmal für die Arbeit und Mühe danke, welche mit der Organisation dieser Fahrt verbunden war. Ich finde es hat sich für uns gelohnt und hoffe ihm hat es genau so viel Spaß gemacht wie uns.
Bernd Brinkmann

Scherztauchen
Um 11.00 Uhr sollte der feuchtfröhliche Event am Elbsee starten - oder war doch alles nur ein Scherz? Nein, ziemlich viele Tümmler sind der Einladung gefolgt und waren gewillt, die Tauchsaison einzuläuten. Das "Orga-Team" war sich offensichtlich einig, dass ein einfacher Lusttauchgang einem solchen Termin nicht entsprechen könnte... Wir sollten erst einmal unsere Kräfte messen. Also hieß es, zwei Gruppen wählen und an der Boje zum Seilziehen treffen. Da Tümmler und Tümmlerinnen grundsätzlich stark sind, konnte keine klare Siegermannschaft bestimmt werden. Neuer Versuch: die gegnerische Mannschaft in einem Schlauchboot ein Ründchen ziehen. (Ich kann mich an Sieger oder Verlierer nicht mehr erinnern - mein persönlicher Erfolg war der gelungene Einstieg ins Schlauchboot...) Den eigentlichen Tauchgang habe ich als kalt, diesig, kalt, kurz, kalt... in Erinnerung... Wie gehabt - einen abschließenden Höhepunkt bildete der Tümmler - Snack (ich hoffe, Esther hält Wort und ihr Dipp - Rezept ist ebenfalls in der Tümmler zu lesen) Nun könnte ich noch von festgefahrenen Autos und schlammbespritztem Michael etc. erzählen..., aber manche Dinge weiß man nur, wenn man dabei war.
Ich wünsche euch in dieser Saison viele schöne Tauchgänge, Eure Kerstin

Abtauchen im Tenderingssee
Am 17.10.1999 sollte die Saison mit dem traditionellen Abtauchen beendet werden. Dazu wurde der Tenderingssee ausgewählt. Um 9.00 Uhr sollte es bei Dirk und Sabine losgehen. Schnell wurden noch letzte Fahrtipps ausgetauscht, Fahrgemeinschaften gebildet, Klamotten umgewuchtet und auf ging’s Richtung Dinslaken. Dort trafen wir recht schnell auf unsere Kontaktperson (Jutta ließ ihre Beziehungen spielen). Der Orts - bzw. Seekundige Taucher erklärte uns nun die sehenswerten Stellen des Sees, dazu gehörte z.B. ein kleiner Wald mit altem Baumbestand. Nun hieß es Tauchpartner suchen, rein in die Klamotten und auf zum Tauchvergnügen. Nach 30, 40 oder auch 60 Minuten die Bilanz: es wurden Behauptungen aufgestellt, ein Hecht hätte die Taucher gekreuzt, außerdem wurden neben Gartenzwergen Paddel, Filmrollen... einige Rotschwänze oder waren es –füchse? gesehen. Die Sicht im Wasser zu beurteilen fällt mir schwer, da mir zum Vergleich nur der Elbsee dient (noch!!!). Es war jedoch ein schöner, langer, kalter... Tauchgang. Nach Kuchen essen, Heißem trinken etc. machten Jutta und ich uns schon einmal auf den Weg, um die Suppe zu wärmen. Seltsamerweise waren wir nicht die ersten in Düsseldorf – Hamm?! na ja. Das gemütliche Beisammensein wurde von Juttas Wohnzimmer aufgrund mittlerweile schönstem Sonnenschein kurzerhand an den Rhein verlegt. Dort wurde es beim Lagerfeuer mit Porreesuppe, Baguette, Schmandkuchen, Wein, Tee, Kaffee... nochmals richtig gemütlich. Klären konnten wir die Dessousfrage einiger Tauchfreunde noch nicht....., vielleicht gelingt uns das auf einer Tupperparty von Jutta!
Vielleicht bis zum Antauchen, Kerstin

Bergseetauchen im Walchensee
Man hat schon viel vom Bergseetauchen gehört, zumindest bei der theoretischen Tauchausbildung sind einem ein paar Austauchtabellen unter die Finger gekommen, die 2m Dekostufen aufweisen und etwas anders aussehen. Eine genaue Vorstellung hat man als Rheinländer jedoch nicht unbedingt von dem, was am Bergseetauchen so anders sein soll.
Da das Bergseetauchen laut Tabelle ab 700m NN anfängt, guckt man also in die nächste Tauchzeitung und erfährt, dass der Walchensee zwischen Bad Tölz und Garmisch-Partenkirchen das ideale Gewässer zum Bergseetauchen ist. Die Höhe des Walchensees liegt bei 800m, die Sichtweiten meistens über (hört, hört) 50m und vor lauter Fischen weiß man gar nicht wo man tauchen soll.
Nach einer kurzen Umfrage im Verein waren wir überzeugt – der Walchensee ist das totale Taucherparadies – klares Wasser, viel Fisch und eine schöne Umgebung. Was will der Taucher, in diesem Fall Goran und Frank, mehr? Zumal die auf der BOOT neu erworbenen Trockis endlich mal in sauberem Wasser richtig eingetaucht werden müssen.
Gedacht, getan – das Wochenende um den 1.Mai bot sich an und eine Ferienwohnung war nach Rückfrage bei der Tauchbasis Walchensee schnell gefunden. Ein paar Stunden Stau auf der Autobahn später, erreichen wir Donnerstag abends den See und beziehen unser Quartier. Eine komfortable, gut eingerichtete Ferienwohnung.
Am nächsten Morgen nach einem Frühstück bei strahlendem Sonnenschein direkt am See, holen wir uns bei Tom in der Tauchbasis Walchensee eine Tiefenkarte des Sees mit eingezeichneten Tauchplätzen und einige gute Ratschläge.
Die einzelnen Tauchplätze aufzuzählen, ist jetzt vielleicht etwas übertrieben, also nur ein paar kurze Fakts am Rande:
- das Frühjahr ist die einzige Zeit in der man im Walchensee nicht tauchen sollte, denn:
- die Sicht ist für Walchenseeverhältnisse schlecht 3-10m
- die Fische wachsen noch, sind also nur im 3-5cm Ansatz zu erkennen
- die Pflanzen wachsen noch nicht, es gibt nur Steine zu sehen
- der See wird über den Winter abgelassen und hat im Frühjahr 5m weniger an Tiefe. Die übrig bleibenden 195m Tiefe sollten den meisten Sporttauchern zwar noch reichen, es gilt aber die fehlenden 5m über unwegsames Ufergeröll zum See herabzuklettern. Für manche Tauchplätze empfiehlt es sich, ein Seil mitzunehmen.
- auch am Walchensee kann es regnen – ca. 50% Prozent der Zeit - nach unseren Erfahrungen.
- 4°C Wassertemperatur sind ernst zu nehmen, auch in punkto Ausrüstung
für einen Kurzurlaub ist die Gegend hervorragend (von den 700km Anfahrt abgesehen)
- die Tauchbetreuung vor Ort ist sehr gut
- vom 15.10 bis 1.2. herrscht wegen der Fischlaichzeit ein partielles Tauchverbot
Zum Bergseetauchen selbst gibt es nicht viel zu sagen, außer vielleicht dass der Aladin 2m Dekostufen anzeigt, die man aber auch problemlos im gewohnten 3-4m Bereich absitzen kann.
Abgesehen vom Tauchen sollte man noch folgendes berücksichtigen: - Die Landschaft ist sehr schön und einen Ausflug immer wert.
DIE WARME KÜCHE SCHLIESST SPÄTESTENS UM 21 UHR.

|
|